Schüßler-Salze
(Biochemie nach Dr. Schüssler)

 

Die Schüßler-Salze verdanken ihren Namen dem homöopathischen Arzt Wilhelm Heinrich Schüßler, der Mitte des 19. Jahrhunderts lebte und die Ansicht vertrat, dass Krankheiten zu einem großen Teil auf der Grundlage eines gestörten Mineralhaushaltes entstehen, wobei das Fehlen eines bestimmten Minerals den gesamten Stoffwechsel beeinträchtigen könne. Schüßler beschäftige sich seinerzeit mit 12 Mineralien (Schüßlersalz Nr. 1 bis 12), welche er in homöopathisch aufbereiteter Form für Heilungszwecke verwendete.

 

Heute stehen insgesamt 36 homöopathisch aufbereitete Mineralsalze und Spurenelemente zur Verfügung, von denen man weiß, dass diese in menschlichen Körper vorkommen und dort für verschiedenste Vorgänge benötigt werden.

 

Der Ansatz der Schüßlertherapie besteht nicht darin, dem Körper - etwa im Sinne einer orthomolekularen Medizin - die fehlenden Mineralien stofflich zuzuführen. Vielmehr zielen diese Salze darauf ab, die Aufnahme der für den Körperstoffwechsel erforderlichen Mineralien und Spurenelemente zu erleichtern. Es werden sozusagen die "Zufahrts- und Transportwege" innerhalb des Körpers vorbereitet, damit die stoffliche Substanz zum "Bestimmungsort" - z.B. zu den Zellen, welche Magnesium benötigen - gelangen kann.

 

Die Einnahme von Schüßlersalzen kann bei diversen Beschwerden eine sinnvolle Ergänzungstherapie darstellen und  erfolgt meistens in Form von Milchzuckertabletten oder Globuli. Die sog. "Heiße Sieben" (Schüßlersalz Nr. 7 - Magnesium phosphoricum) - ein Mittel, welches bspw. bei Schmerzen der Muskulatur Linderung verschaffen kann - ist auch in Pulverform (als Sachet) in der Apotheke erhältlich.

"Gesundheit ist das quantitative Gleichgewicht der einzelnen Mineralsalze, Krankheit entsteht erst durch das Ungleichgewicht dieser Mineralsalze."

 

                     Wilhelm Heinrich Schüßler (1821-1898)

Hinweis:

Die von mir beschriebenen Verfahren - hier konkret die Schüßler-Therapie - sind von der Schulmedizin nicht als wirksam anerkannt, da wissenschaftliche Wirkungsnachweise nach schulmedizinischen Standards bisher noch nicht oder nicht in hinreichendem Maße erbracht worden sind. Naturheilkundliche Verfahren können jedoch vielfach eine Behandlung unterstützen.

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