Anthroposophische Naturheilkunde

Die Anthroposophische Heilkunde stellt eine der großen Säulen unserer abendländischen Heilkunst dar.

Wichtige Eckpfeiler dieser Therapierichtung hat Rudolf Steiner vor ca. 100 Jahren gemeinsam mit der Ärzin Ita Wegman in dem Buch "Grundlegendes für eine Erweiterung der Heilkunst nach geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen" veröffentlicht.

In der anthroposophischen Naturheilkunde geht man davon aus, dass sich Krankheits- und auch Heilungsprozesse mit Hilfe von zwei Gliederungssystemen erklären lassen: einer "funktionellen Dreigliederung" sowie einer "viergliedrigen Wesensgliederung" des Menschen.

Das klingt zunächst sehr abstrakt. Jedoch können damit verbundene Erkenntnisse beim Verständnis von Krankheiten, aber vor allem auch bei der Ermittlung sinnvoller Heilungsstrategien helfen.

Die Anthroposophische Naturheilkunde kann sehr gut mit anderen Therapierichtungen kombiniert werden. Es gibt hier kein striktes Entweder-oder.

Die "funktionelle Dreigliederung":

Sinnes-Nerven-System, Rhythmisches System und Stoffwechselgliedmaßensystem.

Jedes System zeichnet sich die bestimmte Qualitäten aus. Ein physiologischer (gesunder) Zustand in einem System kann in dem anderen System pathologisch (krankhaft) sein: So sind z.B. Prozesse im Kopf normalerweise durch Kühle geprägt. Ein erhitzter Kopf kann daher auf einen pathologischen Zustand, eine Krankheit, hinweisen. Für unsere Stoffwechselprozesse ist Wärme dagegen "normal" und notwendig. Auch ist bekannt, dass man sich mit warmen Gliedmaßen besser bewegen kann als mit kalten - niemand würde gern mit kalten Beinen vor einem Löwen davon laufen wollen:)

Nicht nur für "Küsse unter dem Mistelzweig"...  In der anthroposophischen Heilkunde  wird der Mistel eine heilsame Wirkung zugeschrieben.

© 2020 by Winnie Hartisch